Leben heißt manche Dinge von der To-Do- auf die Was-solls-Liste zu setzen

Kennt ihr auch so Tage, an denen ihr eigentlich total viel zu tun habt und super viel schaffen wollt und dann sitzt ihr vor euren Aufgaben und habt das Gefühl, überhaupt nichts mehr machen zu können?

Mir geht es heute so. Ich wollte heute eigentlich an einem anderen Blogartikel arbeiten, aber irgendwie verschwimmen die Buchstaben gerade vor meinen Augen und ich habe das Gefühl, dass ich mich überhaupt nicht konzentrieren kann. Ich bin gerade einfach nur müde und erschöpft.

Und neben dem Gefühl der Erschöpfung schleichen sich Gefühle der Unzufriedenheit und nagende Selbstzweifel ein. Man muss doch produktiv sein und etwas schaffen.

Wenn man nicht aufpasst, landet man dann in einem Kreislauf aus negativen Gefühlen. Und mehr geschafft hat man damit am Ende immer noch nicht.

Und an diesem Punkt plädiere ich dafür, dass wir uns ein Stopp setzen und auf unseren Körper hören. Dass er gerade nicht mehr kann ist ein Zeichen, das wir ernst nehmen sollten. Vielleicht ist genau das der Moment, wo wir den Stift fallen lassen sollten und uns dem wichtigsten To Do auf der Liste zuwenden sollten: UNS.

Self care oder auch Selbstfürsorge ist so wichtig

Denn Selbstfürsorge ist so wichtig. Und wenn unser Körper nicht mehr kann, sollten wir ihm die Ruhe geben, die er benötigt. Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir auf Teufel komm raus weiter machen.

Wenn du dich also so fühlst, als wenn du nicht mehr kannst. Dann mach eine Pause. Leg dich auf die Couch und lies ein gutes Buch oder lass dich von deiner Lieblingsserie berieseln. Gönn dir einen heißen Tee, ein Glas Wein oder was auch immer du gerne magst. Und lass es dir einfach gut gehen.

Self care. Selbstfürsorge ist unheimlich wichtig. Quelle: Tiny Tribes auf Pixabay

Lass los und nimm dich an wie du gerade bist

Lass den Tag los. Und lass die Gedanken los, dass du aber doch mehr schaffen musst. Oder dass du nicht genug wert bist, wenn du gerade nicht mehr schaffst. Nimm dich an, wie du gerade bist. Und wenn das gerade bedeutet, dass du nicht mehr kannst, dann ist das in Ordnung! Du bist in Ordnung!

Dein Wert ist nicht davon abhängig, wie viel du an diesem Tag schaffst! Und wenn das nichts ist oder gerade mal das aufstehen oder die Spülmaschine auszuräumen, dann ist das genauso okay. Gönn dir die Pause!

Und ein zusätzliches Plus: wenn du deinem Körper die nötige Ruhe gibst, bist du am nächsten Tag oder nach einiger Zeit mit ausreichend Erholung, wieder viel produktiver und aktiver.

Ignorierst du hingegen deinen Körper und deine Bedürfnisse wirst du immer unzufriedener. Und brichst im Zweifel irgendwann ganz zusammen und es geht gar nichts mehr. Also gönn dir die Auszeit und verschiebe ein paar Dinge von der To-Do-Liste auf die Was-solls-Liste.

Leben heißt manche Dinge von der To-do- auf die Was-solls-Liste zu setzen. Quelle: healthyfeelings.de, erstellt mit canva.com (Bild&Schrift)

Auf einen oder zwei Tage später kommt es meistens doch nicht an

Und seien wir mal ehrlich: viele Dinge können doch auch an einem anderen Tag erledigt werden. Auch wenn man sie gerne eher früher als später erledigt hätte.  Aber ob die Gardine nun heute oder morgen gewaschen wird oder der Zahnarztkontrolltermin heute oder morgen ausgemacht wird, ist doch gar nicht so relevant oder?

Natürlich gibt es immer Dinge, die keinen Aufschub dulden. Aber in der Regel können selbst diese im Zweifel verschoben werden, wenn es einem einmal nicht so gut geht. Solange man das nicht täglich macht, ist das doch völlig okay (und auch das wäre okay, wenn die Erschöpfung Krankheitswert hat).

Es gibt einfach Tage oder auch Situationen, in denen das Beste was wir tun können darin besteht, nichts zu tun. Und unsere Pläne von der To-Do- auf die Was-solls-Liste zu verschieben.

Fokussiere dich darauf was gut läuft

Und wenn dich die Selbstzweifel dann doch so sehr plagen, versuche dich mehr darauf zu fokussieren, was gut lief und läuft. Anstatt auf das, was jetzt gerade nicht klappt. Hier empfehle ich dir in einer ruhigen Minute mal aufzuschreiben, was du schon alles an diesem Tag, in dieser Woche oder diesem Monat geschafft hast (alles natürlich in Relation zu der Gesamtsituation. Mit Depressionen bpsw. sind ganz andere Dinge eine Hürde als wenn man gesund ist). Und du wirst sehen, du hast dir die Pause verdient.

Pause mit einem guten Buch und einer Tasse Kaffee. Quelle: Sofia Iivarinen auf Pixabay

Geht es dir auch manchmal so, dass gefühlt nichts mehr geht? Wie gehst du dann damit um? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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