Was ist der Sinn des Lebens?

Der heutige Beitrag wird, zugegeben, philosophisch. Ich mache mir nämlich seit einiger Zeit viele Gedanken über den Sinn des Lebens, sowie den Tod. Und dabei gehen mir einige Fragen durch den Kopf.

Fragen, die wohl jedem von uns schon mal durch den Kopf gegangen sind, wie:

Was hat das Leben für einen Sinn?

Was ist meine Aufgabe?

Wie ist die Welt, das Universum entstanden?

Gibt es einen Gott oder Schöpfer und hat er einen Plan mit uns?

Oder ist alles nur zufällig?

Gibt es so etwas wie Karma? Tue Gutes und erfahre Gutes?

Was passiert nach dem Tod? Gibt es ein Leben danach oder kommt danach nur das große „nichts“?

Zwei Theorien – keine Antwort

Dabei gibt es im Grunde zwei Theorien. Die eine ist die, dass ein Gott oder etwas Göttliches/Gottähnliches uns und die Welt erschaffen hat und das unser aller Leben einem bestimmten Plan folgt und mit dem Tod nicht endet.

Die andere Theorie ist die, dass alles zufällig entstanden ist. Und dass unser Tod bedeutet, dass unsere Existenz vorbei ist.

Letztendlich können wir diese großen Sinnfragen nicht final beantworten, denn keiner von uns kennt die Antwort. Aber wir alle können uns Gedanken darüber machen, was für uns der Sinn des Lebens ist.

Ich habe für mich selbst eine Idee, eine Theorie oder auch einen Glauben – wie auch immer man es nennen möchte – was der Sinn des Lebens sein könnte. Allerdings möchte ich vorab betonen, dass es hierbei um meine ganz persönliche Wahrheit geht, die nicht für jeden die richtige „Wahrheit“ sein muss. Da wir nicht wissen, was der Wahrheit entspricht, können wir hier nur unserem Bauchgefühl folgen, was sich für uns am stimmigsten anfühlt.

(Fast) Jeder braucht einen Sinn des Lebens

Klar ist, dass der Großteil von uns das Gefühl braucht, einen Sinn im Leben zu erkennen.

Laut dem Psychiater und Neurologen, Viktro Frankl hat das Wissen um eine Lebensaufgabe dabei einen großen psychotherapeutischen und psychohygienischen Wert. Wenn wir in unserem Leben einen Sinn sehen, hilft uns das Bewusstsein darüber, alle Stürme des Lebens zu überwinden.

Auch Friedrich Nietzsche erkannte schon, dass wir fast alles tragen können, wenn wir ein „WARUM“ zum Leben haben. Sprich, dass wir fast alles aushalten können, wenn wir einen Sinn im Leben sehen.

Wer ein warum zum Leben hat, erträgt fast jedes wie. Quelle: healthyfeelings.de, erstellt mit canva.com
Wer ein warum zum Leben hat, erträgt fast jedes wie. Quelle: healthyfeelings.de, erstellt mit canva.com

Es gibt uns Menschen ein Gefühl von Sicherheit und macht uns zufrieden, wenn wir in allem was wir tun und sind, einen Sinn sehen. Ohne einen Sinn im Leben, würde uns ein Kompass fehlen, der uns leitet.

Gemäß einer von Statista veröffentlichten Umfrage, macht sich dabei der Großteil der Menschen in Deutschland Gedanken über den Sinn des Lebens. Rund 8 % der Menschen machen sich dabei sehr oft Gedanken, etwas mehr als 27% oft und ca. 34 % manchmal. Damit machten sich knapp 70 % der Menschen sehr oft bis manchmal Gedanken über den Sinn des Lebens. Nur ca. 30 % hingegen dachten selten bis nie darüber nach (oder machten keine Angabe).

Statistik - wie häufig denken Sie über den Sinn des Lebens nach? Bildquelle: healthyfeelings.de, erstellt mit 
canva.com Daten: statista.com
Bildquelle: healthyfeelings.de, erstellt mit canva.com Daten: statista.com

Ich selbst habe durch meine Erkrankungen und andere Erlebnisse in meinem Leben für mich eine Theorie oder vielleicht auch so etwas wie einen Glauben entwickelt, was für mich der Sinn des Lebens ist. Diesen möchte ich nun mit euch teilen.

Meine Theorie oder auch mein Glaube

Für mich besteht der Sinn des Lebens unter anderem darin, ein Leben zu führen, das gut ist und uns glücklich und zufrieden macht.

Schon der Dalai Lama sagte:

Der wahre Sinn des Leben ist glücklich sein.

Auch Platon wusste, dass wir einen Sinn im Leben benötigen. Er formulierte ihn wie folgt:

Der Sinn des Lebens ist, ein gutes, glückliches Leben zu führen.

Er nennt das glückliche Leben eine Letztbegründung, was bedeutet, dass die Frage nach einem warum sinnlos ist. Die Antwort wäre immer, dass man ein gutes, glückliches Leben führen will.

Für mich bedeutet das, dass ich verantwortlich dafür bin, ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen und meinem Leben damit auch einen entsprechenden Sinn zu geben.

Ein moralischer Kompass ist wichtig

Gleichzeitig glaube ich, dass es wichtig ist, gut zu sein und Gutes zu tun. Was gleichzeitig aber auch bedeutet, anderen kein Leid zuzufügen. Im Gegenteil glaube ich, dass es zum Sinn des Lebens dazu gehört, anderen Menschen zu helfen und Gutes zu tun, also auch moralisch gut zu sein.

Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller. Bildquelle: healthyfeelings.de - erstellt mit canva.com
Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller. Bildquelle: healthyfeelings.de – erstellt mit canva.com

Wir sind hier um zu lernen und zu wachsen

Vor allem aber glaube ich, dass wir auf dieser Welt sind um zu lernen, zu wachsen und uns weiter zu entwickeln. Dabei machen wir Erfahrungen, die unsere Seele sich noch zu machen wünscht, um sich weiter zu entwickeln.

Explore Learn Grow. Bildquelle: Gerd Altmann auf Pixabay
Explore Learn Grow. Bildquelle: Gerd Altmann auf Pixabay

Ich glaube, dass es dabei viel um Selbstentwicklung geht. Nicht, weil wir nicht gut genug sind, wie wir sind. Nein, eher Selbstentwicklung in dem Sinne, dass es uns weiter bringt und wir uns und das Leben so nach und nach besser verstehen lernen.

Oscar Wilde schrieb dazu etwas sehr passendes:

„Ziel des Lebens ist die Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung! sowie – damit verbunden – die möglichst umfassende Ausschöpfung der individuell gegebenen Möglichkeiten und Talente.“

Jeder Mensch hat eine Lebensaufgabe

Ich glaube dabei, dass jeder Mensch eine Lebensaufgabe, oder wenn man so will auch eine Seelenaufgabe, hat.

Die Lebensaufgabe könnte zum Beispiel darin bestehen, anderen Menschen in einem sozialen Beruf zu helfen. Sie könnte aber auch abstrakter sein und bedeuten einen Leidensweg zu durchschreiten, um etwas besser verstehen zu lernen. Vielleicht, dass man besser auf sich acht geben sollte und die eigenen Bedürfnisse nicht immer hinten an stellen sollte.

Vielleicht ist die Lebensaufgabe auch, anderen Menschen Gutes zu tun, in dem man sie zum Lachen bringt (und dies zu seinem Beruf macht).

Wobei es meistens eher um Emotionen geht und weniger um Lebensaufgabe im Sinne von Beruf. Das kann verknüpft sein, muss es aber nicht.

Der erste Schritt seine Lebensaufgabe zu finden ist, sich zu fragen, was die eigene Lebensaufgabe ist. Dies wird leider oft vergessen. Bildquelle: healthyfeelings.de - erstellt mit canva.com
Der erste Schritt seine Lebensaufgabe zu finden ist, sich zu fragen, was die eigene Lebensaufgabe ist. Dies wird leider oft vergessen. Bildquelle: healthyfeelings.de – erstellt mit canva.com

Ich glaube dabei auch, dass jeder von uns in vielen Bereichen noch lernen muss. Jeder Mensch hat dabei andere Bereiche, in denen er etwas zu lernen hat. Der eine muss vielleicht lernen die Kontrolle auch mal loszulassen. Der andere vielleicht, mehr zu Vertrauen. Die Lernfelder sind hier sehr vielfältig und ich denke, keiner lernt nur eine einzige Sache, sondern jeder von uns lernt täglich in vielfältigen Bereichen seines Lebens. Jeder hat also so seine Lernfelder, auch wenn sie sich uns nicht immer sofort erschließen.

Und dazu müssen wir manchmal schlimme Dinge erleben

Und ich glaube, deshalb müssen wir auch leidvolle Erfahrungen machen, um durch sie zu lernen und daran zu wachsen. Denn jede Situation hat wie eine Medaille auch zwei Seiten. Aus manchem Leid kann schönes erwachsen, wenn man sich diesem öffnet. Das macht es in der Situation natürlich nicht einfacher.

Aber wenn ich zum Beispiel meine Erkrankung und deren schlimmste Phase betrachte, kann ich auch gut erkennen, was ich in der Zeit gelernt habe und wie ich mich weiter entwickelt habe. Ich bin inzwischen ein anderer Mensch als vorher. Ich weiß viele Dinge mehr zu schätzen und ich mag mich selbst lieber, als vorher. Darauf werde ich aber nochmal in  einem anderen Beitrag genauer zu sprechen kommen.

Ich will damit sagen, jedes Leid, so schlimm es auch sein mag (und die dazu gehörigen Gefühle sind mehr als legitim), lehrt uns auch etwas und bringt uns in unserem Leben weiter. Auch wenn wir das manchmal nicht sofort erkennen können, was wir daraus mitnehmen konnten oder welchen Sinn es gemacht haben könnte.

Ich glaube, dass unsere Erlebnisse dabei keine Strafe sein sollen (von einem rachsüchtigen Gott oder ähnlichem), sondern ein Lernfeld darstellen. Es geht darum, seinen Erfahrungsschatz zu erweitern. Wir wollen alles erleben und erlernen und das tut manchmal weh.

Manche Dinge lernen wir nicht ohne Schmerz

Wenn wir immer glücklich wären und nie die Schattenseiten sehen würden, würden wir manche Dinge nicht lernen oder verstehen können. Das heißt auch, dass wir manche Dinge nur über schmerzvolle Erfahrungen lernen. Wir lernen aus unseren Schmerzen, unseren Schicksalen und unser Sehnsucht.

Ein Kind, das nie auf die heiße Herdplatte gefasst hat, wird vielleicht nie verstehen, dass Hitze weh tut. Und deshalb wird es diese Lektion nicht lernen.

Das heißt nicht, dass wir unserem Kind erlauben sollten, auf die Herdplatte zu fassen und sich damit zu verletzen. Aber früher oder später wird es lernen, dass Hitze weh tun kann. Und wenn es nur kurz an die zu heiße Heizung kommt, und dabei spürt, dass diese Hitze weh tun kann. Es wird damit gelernt haben, dass zu viel Hitze gefährlich werden kann.

Manchmal reicht es dabei, wenn uns jemand etwas mündlich lehrt, dass wir dadurch einen Lerneffekt oder einen Aha-Moment verspüren. Aber manchmal müssen wir es auch erst am eigenen Leib spüren, damit wir daraus etwas lernen.

Und so ist es mit vielen schmerzhaften Dingen, die wir erleben. Wir müssen sie erfahren, um daran zu wachsen. Deshalb wird der Prozess natürlich nicht leichter. Es ist immer wieder schwierig und damit schwere Arbeit. Aber wenn wir die Perspektive wechseln, können wir vielleicht auch irgendwann dankbar sein, dass wir die Erfahrung gemacht haben, weil wir etwas lernen und an ihr wachsen konnten.

Manches Leid wirkt unverständlich

Und dennoch gibt es Situationen und Leid, dass ich nicht nachvollziehen kann. Es macht für mich keinen Sinn, dass beispielsweise Menschen gequält oder getötet werden. Das ist etwas, was ich wohl nie verstehen werden kann. Und eine Erklärung dafür zu finden ist nicht leicht.

Aber bleiben wir bei der Theorie, das wir alle in unserem Leben fortwährend lernen, dann war es vielleicht ihre Aufgabe auf dieser Welt, andere etwas zu lehren (was es nicht entschuldigt, besser macht oä., bitte nicht falsch verstehen. Ich möchte niemandes Leid relativieren.).

Diese Theorie macht solche Erlebnisse natürlich nicht leichter für die Opfer und die Hinterbliebenen. Aber vielleicht kann es damit einfacher werden, solche Umstände akzeptieren zu können, wenn man glaubt, dass nach dem Leben noch etwas kommt und alles einem höheren Sinn folgt.

Alles hat irgendeinen Sinn

Aber so, wie auch ich schon mit so manchem Schicksalsschlag gehadert habe, so glaube ich dennoch auch, dass alles einen Sinn hat. Dass alles zu etwas führen soll, auch wenn es sich mir nicht immer sofort erschließt. Würde ich deshalb lieber auf die schlimmen Erlebnisse verzichten wollen? Natürlich. Wer möchte zum Beispiel schon gern täglich Schmerzen aushalten müssen. Aber ich wäre nicht, wer ich heute bin, wenn ich das nicht erlebt hätte. Deshalb bin ich auch dankbar dafür, dass ich etwas daraus lernen konnte (und trotzdem dürfte es jetzt gern mal wieder gut werden :)).

Dankbar zu sein für unser gesamtes Sein, ist damit für mich ein weiterer Schlüssel zum Verständnis unseres Lebens. Ich glaube, wir werden weniger mit unserem Dasein und dem, was passiert, hadern, wenn wir unseren Blick darauf richten, wofür wir dankbar sein können. Und damit auch versuchen dankbar zu sein, für jede Lektion die wir lernen, so schmerzhaft sie auch sein mag. Das wird natürlich selten sofort gehen. Wenn es weh tut, fühlen wir uns in der Regel nicht in der Lage dazu, dankbar dafür zu sein. Aber vielleicht gelingt es uns nach längerer Zeit, wenn wir anders auf die Ereignisse zurück blicken können.

Letztendlich gibt es viele schöne und auch nicht so schöne Erfahrungen, die wir hier auf Erden machen. Und wir können dankbar sein, dass wir diese Erfahrungen und damit dieses Leben leben dürfen.

Wir sind hier um zu lernen, aber auch um zu lehren

Ich glaube aber nicht nur, dass wir hier sind, um selbst etwas zu lernen, sondern auch, um andere etwas zu lehren. Ihnen zu helfen zu wachsen und zu lernen. Das kann auf die Art sein, dass wir jemanden unterstützen und der Person aktiv dabei helfen, etwas zu lernen oder auch, in dem wir Fehler machen und andere verletzen. Das ist dann nicht schön, natürlich nicht. Aber vielleicht manchmal nötig, damit die Person etwas lernt.

Bitte versteht mich nicht falsch. Das heißt jetzt nicht, dass es völlig legitim ist, andere zu verletzen oder man der Person damit gar was Gutes tut. Das natürlich nicht. Wie ich oben beschrieb, gehört für mich das „gut sein und Gutes tun“ zum Sinn des Lebens dazu.

Aber wir sind alle Menschen, die eben auch Fehler machen. Und unsere Fehler können für andere nun mal leider leidvoll sein. Und vielleicht war es die Lektion, die sie noch lernen mussten. Wenn uns jemand weh getan hat, war die Lektion vielleicht, dass wir lernen müssen nicht jedem zu vertrauen oder uns besser abzugrenzen, wenn uns andere verletzen (zum Beispiel, wenn wir eine toxische Familie haben).

Ich möchte hiermit auf keinen Fall victim blaming begehen. Kein Opfer ist selbst Schuld, weil es etwas erleidet und die Taten des Täters sind auch nicht zu entschuldigen. So meine ich das nicht.

Es geht dabei mehr darum, auf sich selbst zu blicken und auf die eigene Entwicklung. Und auch aus den schlimmsten Situationen, das Beste zu machen und dabei zu schauen, was man für sich Positives aus schlimmen Situationen ziehen kann. Auch wenn uns das vielleicht erst im Nachgang gelingt.

Aber wie oft gehen wir durch schreckliche Situationen und bemerken nach einiger Zeit, dass es uns stärker gemacht hat und wir uns weiter entwickelt haben. Deshalb war die Situation trotzdem schrecklich, aber wir sind gestärkt aus dieser Zeit hervor gegangen und haben damit die negative Situation für uns umgewandelt. Ich glaube, das ist auch etwas, was uns zu zufriedeneren und glücklicheren Menschen macht, wenn wir auch in schwierigen Situationen etwas Positives finden können.

Es gibt mehr auf dieser Welt, als wir wissen

Ich glaube zudem, dass es im Leben mehr gibt, als wir wissen. Dazu gehört auch der Tod oder das Nachleben. Ich glaube, dass wir uns alle nach unserem Ende wiedersehen werden. Wie auch immer das aussehen wird. Und ich glaube, dass es so etwas wie eine göttliche Kraft gibt, die Gutes für uns möchte. Dabei fühle ich mich keiner besonderen Kirche oder Religion zugehörig. Und ich glaube auch nicht an einen rachsüchtigen Gott. Wenn man so will glaube ich an etwas göttliches, das aus Licht und Liebe besteht. Denn die Liebe ist für mich die stärkste und wichtigste Kraft.

Da wo Liebe ist, ist der Sinn des Lebens erfüllt. Bildquelle: healthyfeelings.de - erstellt mit canva.com
Da wo Liebe ist, ist der Sinn des Lebens erfüllt. Bildquelle: healthyfeelings.de – erstellt mit canva.com

Und ich glaube, dass wir am Ende zu dieser göttlichen Kraft gehen werden. Wenn man sich Nahtoderlebnisse von Betroffenen anhört, erscheint es zumindest annehmbar, dass das am Ende so sein wird. Und das wir am Ende des Lebens auch verstehen werden, was der Sinn des Lebens war.

 „Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, WARUM!“

Mark Twain

Ich habe für diesen „Glauben“ logischerweise keinen Beweis. Es ist einfach ein Gefühl und basiert auf Dingen, die ich gelesen und von anderen gehört habe. Dazu werde ich aber nochmal einen Artikel im Detail schreiben, weil das Thema „Was passiert nach dem Tod“ für sich allein schon sehr umfassend ist.

Unser Fortbestehen gehört ebenfalls zum Sinn des Lebens

Außerdem denke ich auch, dass die Fortpflanzung ein Teil unserer Aufgabe auf dieser Erde ist, so dass unsere Art bestehen kann, um die Welt hoffentlich nach und nach zu einem besseren Ort machen zu können. Aber ich sehe das eher als kollektive Aufgabe und nicht unbedingt als Aufgabe jedes Einzelnen. Will sagen: nicht jeder möchte oder kann Kinder haben und das aus den unterschiedlichsten Gründen und das ist völlig okay.

Aber ohne Kinder, würden wir nicht fortbestehen, weshalb es im Allgemeinen als Menschheit auch unsere Aufgabe ist, uns fortzupflanzen. Nur so können wir weiter auf dieser Welt wandeln.

Be the change that you wish to see in the world. Bildquelle: healthyfeelings.de - erstellt mit canva.com
Be the change that you wish to see in the world. Bildquelle: healthyfeelings.de – erstellt mit canva.com

Das ist meine ganz persönliche Wahrheit

Ich erhebe für mich nicht den Anspruch, dass meine Aussagen für jeden treffend sind oder sich stimmig anfühlen. Es ist meine ganz persönliche Wahrheit. Beweisen lässt sie sich nicht.

Und deshalb habe ich auch nicht die Antwort für dich, was der Sinn des Lebens oder gar deines Lebens ist. Aber vielleicht kann ich dir etwas Mut machen, dass es vielleicht weniger sinnlos ist, als es manches Mal erscheint. Ich glaube, dass auch du eine Aufgabe auf dieser Welt hast. Du hast sie vielleicht nur noch nicht gefunden 🙂

Wie Einstein schon sagte:

“Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.”

Ich glaube, wenn wir uns vorstellen, was der Sinn des Lebens ist und versuchen darin einen Sinn zu finden bzw. einen Glauben daran finden können, wird uns das glücklicher machen, als wenn wir das Gefühl haben, dass alles sinnlos ist. Und für mich persönlich fühlt sich mein Leben nicht sinnlos an. Ich habe das Gefühl, eine Aufgabe auf dieser Welt zu haben, auch wenn ich noch nicht mit Bestimmtheit sagen könnte, welche das ist. Ich habe Ideen und versuche mich von diesen leiten zu lassen. Sie sind mein Leuchtstab in der Dunkelheit.

Du willst noch tiefer einsteigen?

Wer ein tieferes Interesse am Thema hat, dem kann ich dieses Video empfehlen. Es geht dabei um eine Frau, die ein Nahtoderlebnis hatte und dadurch für sich verstanden hat, was ihre und unsere Aufgabe auf dieser Welt ist. Das fand ich sehr eindrucksvoll.

Sie erzählte dabei auch folgendes Gleichnis, welches ich euch gerne wiedergeben möchte:

„Ein Junge sitzt neben seiner Mutter. Diese stickt auf einem Holzrahmen ein Bild in ein Stück Stoff. Der Junge schaut hoch und sieht von unten nur das wirre Muster und die Fäden, die herabhängen. Er sagt zu seiner Mutter, dass er das Bild überhaupt nicht schön finden würde und fragt sie, wieso sie das überhaupt machen würde.  

Seine Mutter dreht ihm als Antwort den Rahmen so hin, dass er das Bild von oben sehen kann. Der Junge erkennt, wie schön das Stickwerk nun eigentlich wirklich ist.

Und so ist es auch mit uns Menschen. Wir Menschen schauen auf diese Welt und sehen nur das Chaos, die Verwüstung und das ganze Schreckliche. Aber zu Lebzeiten ist es uns gar nicht möglich, das komplette Bild zu verstehen und das schöne Stickwerk unseres Lebens zu betrachten. Hinter all dem Chaos auf der Welt gibt es eine göttliche Ordnung und am Ende wird sich alles zusammenfügen.“

Der Sinn deines Daseins bist Du! Zuerst die Suche nach Dir. Dann das Erkennen deines Selbst. Und schließlich das absolute Leben nach dieser Erkenntnis. Bildquelle: healthyfeelings.de - erstellt mit canva.com.
Der Sinn deines Daseins bist Du! Zuerst die Suche nach Dir. Dann das Erkennen deines Selbst. Und schließlich das absolute Leben nach dieser Erkenntnis. Bildquelle: healthyfeelings.de – erstellt mit canva.com.

PS: ich hatte eigentlich überlegt, euch noch darzulegen, welche Theorien es in den verschiedenen Kulturen zum Sinn des Lebens gibt. Aber 1. hätte das den Rahmen gesprengt, immerhin ist der Artikel schon sehr lang und 2. glaube ich, dass die Menschen, die sich schon mal mit dieser Frage beschäftigt haben, eine ungefähre Ahnung davon haben werden, wie die grundsätzlichen Ansätze sind.

So gibt es zum Beispiel den Buddhismus, bei dem der Sinn des Lebens darin besteht, verschiedene Leben zu durchlaufen um eine höhere Erleuchtung zu erlangen. Dafür werden wir alle immer wieder erneut geboren, reinkanieren also.

Zusammenfassungen dazu findet ihr zum Beispiel hier bei Wikipedia.

Nach Wahrheit forschen, Schönes lieben, Gutes wollen, das Beste tun. Das ist die Bestimmung des Menschen. Bildquelle: healthyfeelings.de - erstellt mit canva.com
Nach Wahrheit forschen, Schönes lieben, Gutes wollen, das Beste tun. Das ist die Bestimmung des Menschen. Bildquelle: healthyfeelings.de – erstellt mit canva.com

Was glaubst du, was der Sinn des Lebens ist? Und hast du für dich schon eine Lebensaufgabe erkannt? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen 🙂

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