14 Übungen um dein Selbstwertgefühl zu stärken

Mit dem Selbstbewusstsein ist es wirklich vertrackt. Wir alle wissen doch darum, wie gut und wichtig es für uns ist, ausreichend Selbstbewusstsein zu haben.

Wenn wir selbstbewusst sind bedeutet das nämlich, dass wir uns unserer selbst und unseres Wertes bewusst sind. Und das bedeutet ebenfalls, dass wir für uns einstehen – in positiven wie in negativen Situationen.

Doch nicht wenige von uns haben schon in frühster Kindheit und bis ins Erwachsenenleben Erfahrungen gemacht, die sich auf unser Selbstbewusstsein ausgewirkt haben. Durch diese kann das Selbstbewusstsein gestärkt oder auch zerstört worden sein.

Die meisten von uns möchten sich gerne selbst lieben, wissen aber nicht so recht, wie sie das bewerkstelligen können. Geht es dir auch so?

Schaust du vielleicht in den Spiegel und magst nicht, was du da im Gesamten siehst?

Vielleicht fühlst du dich oft nicht liebenswert und nicht gut genug. Dein Aussehen gefällt dir nicht und du verstehst manchmal nicht, was andere an dir mögen könnten. Vielleicht magst du dein Leben auch insgesamt nicht. Der Job ist trist oder zu anstrengend, aber du traust dich nicht, etwas daran zu verändern, weil dir das Selbstbewusstsein fehlt, die Dinge anzugehen. Auch in der Beziehung hättest du gerne, dass sich etwas verändert, aber kannst dich nicht gegen deinen Partner durchsetzen.

All das sind mögliche Szenarien, die Menschen mit wenig Selbstbewusstsein erleben.

Du hast Einfluss auf dein Selbstbewusstsein

Aber: das muss nicht so bleiben. Auch wenn das Selbstbewusstsein durch Erfahrungen in der Vergangenheit gelitten hat, lässt sich dieser Mechanismus glücklicherweise wieder umkehren.

So können das Vertrauen in sich selbst und somit auch das Selbstbewusstsein aktiv geübt und erlernt werden. Das Selbstbewusstsein kann durch die Transformation der eigenen Gedanken und Emotionen, sowie durch positive Erlebnisse gestärkt und verbessert werden. Ganz wichtig ist dabei aber immer der eigene Wille, etwas verändern zu wollen.

Quelle: Schriftart und Hintergrund: Canva.com/ Text: healthyfeelings.de

Heute stelle ich dir daher 14 Übungen vor, mit denen du aktiv an deinem Selbstbewusstsein arbeiten kannst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und ausprobieren der Übungen 🙂

Übung 1: Erkenne deine Stärken

Die erste Übung kennst du vielleicht schon aus dem Blogartikel „Perfektionismus: Der Drang, alles perfekt machen zu wollen und was du dagegen tun kannst“.

Nimm dir mal in Ruhe Zeit (vielleicht sogar verbunden mit einer Tasse deines Lieblingsgetränks, an einem Ort, an dem du dich besonders wohl fühlst). Setz dich hin und schreibe dir all deine Stärken auf. Am Anfang wird dir das vielleicht noch schwer fallen, aber du wirst sehen, mit der Zeit wird dir immer mehr einfallen.

Solltest du gar keine Ideen haben, kannst du natürlich auch googlen und schauen, was für dich passt. Für den Anfang kannst du dich auch gut an diesem Bild orientieren:

Quelle: healthyfeelings.de

Du kannst hier einfach einen Zettel und einen Stift nehmen und zum Beispiel eine Art Mindmap erstellen. Aber eine Liste funktioniert im Grunde genauso gut. Oder du machst es wie ich und schneidest dir buntes oder weißes, festeres Papier zurecht.

Du kannst einzelne Worte aufschreiben oder auch ganze Sätze wie zum Beispiel: „Ich bin…“, „Ich kann besonders gut…“, „Ich bin einzigartig, weil…“.

Fertig?

Nun wirst du also sehen, wie viele Stärken du eigentlich hast und dass an dir ganz, ganz viele Sachen toll sind! 🙂

Zur Verinnerlichung kannst du dir diesen Zettel oder die einzelnen Karten nun an deinen Schrank oder eine Wand hängen, um dir so immer wieder zu verdeutlichen, was du für tolle Stärken hast! So kannst du sie dir jeden Tag ansehen und nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen durchlesen. Wenn du magst, lies sie dir gerne laut vor, um sie dir besonders nachdrücklich bewusst zu werden.

Du bist wertvoll! Vergiss das nie! 🙂

Übung 2: Frage andere nach ihrer Einschätzung

Übung 2 schließt im Grunde an Übung 1 an. Frage nun deine Freunde, Verwandten, Kollegen, Nachbarn (alle Menschen die dir wohlgesonnen sind) was sie an dir schätzen und was ihrer Meinung nach deine herausragendsten Eigenschaften sind. Und dann spüre die Liebe und Wertschätzung durch die anderen.

Haben sie vielleicht Dinge genannt, die du selbst noch gar nicht so auf dem Schirm hattest? Wie fühlst du dich damit zu hören, wie andere von dir denken? Ich bin sicher, sie denken viel besser von dir, als du selbst es vielleicht manchmal tust.

Bonustipp: Im Gegenzug freuen sie sich sicher auch von dir zu hören, was du an ihnen magst. Komplimente wärmen das Herz und schmeicheln der Seele – kurz gesagt: sie tun einfach nur gut.

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Übung 3: Erkenne deine Erfolge

Bei dieser Übung schreibe mal alle deine Erfolge auf. Das können bestimmte Leistungen sein, aber auch Herausforderungen, die du gemeistert hast.

So könnte die Liste zum Beispiel deinen Studiums- oder Ausbildungsabschluss und/oder bestimmte Projekte auf der Arbeit beinhalten. Aber ebenfalls könnte darauf stehen, dass du das Tennisturnier letzte Woche gewonnen hast oder dein Blumenbeet so schön angelegt hast. Auch könnte darauf stehen, dass es dir das erste Mal gelungen ist, die Lasagne perfekt zuzubereiten oder dass du diesen dicken, anspruchsvollen Schinken durchgeschmökert hast. Auch kann die Liste Herausforderungen oder Ängste beinhalten. Wie zum Beispiel, dass du dich auf den Aussichtsturm getraut hast, obwohl du so Höhenangst hast. Oder dass du die schlimme Trennung mit deiner Exfreundin zivilisiert über die Bühne bekommen hast. Vielleicht habt ihr aber auch euer Haus renoviert oder ein Baby bekommen.

Kurz gesagt: Es gibt so vieles im Leben was wir schaffen und worauf wir stolz sein können. Das können ganz kleine, auf den ersten Blick profan wirkende Dinge sein oder eben ganz große. Alle gehören sie auf die Liste! Und dann sei bitte mal stolz auf dich, welche Hürden du schon genommen und wie du dich in deinem Leben weiterentwickelt hast. Ich bin es auf jeden Fall! 🙂

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Übung 4: Du bist gut so, wie du bist

Übung 4 soll ebenfalls dafür sorgen, dass du dein Mindset über dich veränderst. Hänge dir dafür einen Satz wie „Ich bin gut wie ich bin“ / „Ich bin wertvoll” an deinen Spiegel oder eine ähnlich prägnante Stelle. Wiederhole nun so oft wie es geht diesen Satz, ohne dabei dem „aber“ in deinem Kopf Gehör zu verschaffen.

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Übung 5: Sorge dafür, dass du dich mit dir selbst wohl fühlst

Es mag banal klingen, aber an manchen Tagen kann es helfen, sich ganz besonders viel Mühe mit seinem Make up/den Haaren/der Kleidung zu geben, so dass man sich besonders wohl mit sich selbst fühlt. Wenn du dich selbst wohl fühlst, hat das einen großen Einfluss auf dein Selbstbewusstsein. Das ist übrigens ein Grund, wieso man zum Beispiel auch bei Depressionen empfiehlt, trotzdem aufzustehen und sich fertig zu machen – auch wenn es viel Kraft kostet. Durch das anziehen und sich hübsch machen, fühlt man sich wohler und der oben genannte Effekt tritt ein.

Wenn wir uns also mit uns selbst wohl fühlen, spüren wir dieses Wohlbefinden in uns selbst, aber auch im Außen fällt es auf, wenn wir uns wohler fühlen. Wir strahlen eine andere Art der Selbstsicherheit aus.

Übung 6: Erfolgs- und Erinnerungsglas

Übung 6 ist ähnlich wie Übung 3, aber mit einer längerfristigen Wirkung. Besorge dir ein Glas oder eine Kiste und schreibe jedes Mal, wenn du etwas geschafft hast (wie in Übung 3 erklärt) diesen Erfolg auf und lege den Zettel in dein Glas oder die Kiste. Du kannst auch schöne Erlebnisse notieren, die dich glücklich gemacht haben.

So machst du dir jeden Tag (oder auch alle paar Tage) bewusst, was du eigentlich alles geschafft und schönes erlebt hast. Und an einem bestimmten Tag – das kann am Ende des Jahres oder zu einem beliebigen anderen Zeitpunkt sein – kannst du dir all diese Zettel nochmal herausholen und zurück denken, was du alles in diesem Jahr geschafft, erlebt und überstanden hast. Du wirst also aufmerksamer dafür, dich selbst zu loben und stolz auf dich selbst zu sein. Und das wiederum kommt deinem Selbstbewusstsein zu Gute.

Du kannst diese Schachtel auch zwischendurch in den Momenten öffnen, in denen du besonders mit dir und deinem Leben haderst.

Quelle: healthyfeelings.de

Übung 7: Erfolgsperlen

Eine weitere schöne Möglichkeit, seine Erfolge sichtbar zu machen, ist die Erfolgsperlen- oder auch Dankbarkeitsperlen-Methode.

Dies kann man auf Erfolge in Bezug darauf beziehen, dass man nun selbstsicherer agiert. Oder auch, was ich noch schöner finde, darauf, was man den ganzen Tag über geschafft hat und worauf man stolz sein kann. Gleichzeitig findet die Methode aber auch Anwendung, wenn man sich darin üben will, aufmerksamer durchs Leben zu gehen und dankbar für das zu sein, was man hat und was einen umgibt.

Die Methode: Nimm dir hierfür einige Holz- oder Glasperlen, kleine Steinchen, Bohnen oder ähnliches und stecke dir ein paar davon in deine linke Hosentasche (z.B. 5 Stück). Jedes Mal wenn du nun eine Situation gut gemeistert hast, kannst du nun eine Perle aus der linken in die rechte Hosentasche wechseln lassen. Am Ende des Tages wirst du dadurch förmlich spüren, was du alles geschafft hast.

Das kann bedeuten, dass du in der Situation selbstsicher gehandelt hast oder etwas besonders gut gemacht hast. Es kann aber auch bedeuten, dass du gerade einfach eine sehr schöne Situation erlebt hast, die dir gut getan hat. Du bist frei darin, wie du die Methode anwenden möchtest. Am Ende wird es deinem Selbstbewusstsein jedoch gut tun, aufmerksamer dafür zu sein, was du alles kannst und schaffst.

Am Abend kannst du die Perlen in ein schönes Glas oder eine durchsichtige Vase füllen und wirst so nach und nach sehen, wie sich das Glas mit Erfolgen füllt.

Jeder Blick auf das Glas kann dich nun also in deinem Selbstbewusstsein bestärken.

Sobald das Gefäß vollständig mit Perlen gefüllt ist, kannst du dir eine Belohnung gönnen. Das kann etwas Großes oder Kleines sein, ganz wie dir beliebt. Wenn du natürlich ein sehr großes Glas/Vase genommen hast, dauert es länger, bis du eine Belohnung erhältst. Hier empfehle ich dir dann einfach, dich nach bestimmten Abschnitten zu belohnen. Diese könntest du dir z.B. mit einem Edding oder einem Klebezettel markieren, so dass du weißt, wann du das Zwischenziel erreicht hast.

Setze dich damit aber bitte nicht unter Druck. Wenn du einmal das Gefühl hast, dass heute keine Perle die Seite wechseln kann, dann ist das auch in Ordnung. Du bist gut, so wie du bist! Nicht deine Erfolge allein definieren dich. Sehe sie lieber als schönes Beiwerk, als Ausdruck dessen, was sowieso schon immer vorhanden ist und war.

Außerdem sind Erfolge wie immer relativ. Wenn es dir heute besonders schwer fiel überhaupt aufzustehen, dann kannst du auch das schon als Erfolg werten, denn du hast eine Hürde gemeistert, die dich viel Kraft gekostet hat.

Quelle: Schriftart und Hintergrund Canva.com/ Text: healthyfeelings.de

Zu den Glücksbohnen gibt es eine schöne Geschichte, die ich ebenfalls mit euch teilen möchte:

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Glücksbohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine einzige Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Verfasser unbekannt

Die Perlen- oder Bohnenmethode kann also auf vielfältige Art und Weise eine Bereicherung für euer Leben sein.

Übung 8: Achte auf deine Körperhaltung und deine Stimme

Achte auf deine Körperhaltung und versuche lauter zu sprechen.

Manche  Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl neigen dazu, leiser zu sprechen. Wenn du auch dazu gehörst, versuche mal darauf zu achten, lauter und deutlicher zu sprechen.

Du kannst dies zum Beispiel mit guten Freunden üben, bevor du dich daran wagst es auch bei fremden auszuprobieren.

Das lautere Sprechen und damit sicherere Auftreten kann dir helfen selbstbewusster zu werden und auch deutlicher für dich selbst einzutreten.

Neben der Sprache ist auch die Körperhaltung wichtig. Es macht einen immensen Unterschied, ob du dich unbewusst klein machst oder ob du aufrecht mit leicht erhobenem Kopf dastehst.

US-Forscher haben die Körperhaltung im Zusammenhang mit Selbstvertrauen untersucht und konnten belegen, dass die richtige Haltung ausreicht, um selbstbewusstes Handeln und Denken auszulösen. Also: Gerade stehen, Brust raus, Kopf hoch und beherrsche den Raum 🙂

Ich weiß, es erfordert Übung, aber es kann ein großer Gewinn für dich sein, wenn du dich darin übst.

Du siehst also, wenn du diese Tipps beherzigst und dich immer wieder daran erinnerst, sie umzusetzen, kannst du schon allein mit deiner Körperhaltung und einer lauteren Aussprache etwas Gutes für dein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein tun.

Übung 9: Verlasse deine Komfortzone und trau dich

Du wolltest schon immer gerne mal ein Buch schreiben? Oder einen Malkurs machen? Trau dich, deine Träume anzugehen. Du wirst sehen, wie es dich mit Stolz, Kraft und Mut erfüllen wird, wenn du dich an Dinge heranwagst, von denen du sonst nur zu träumen wagtest 🙂

Ich habe diesen Schritt mit dem Blog gewagt. Und es hat mir selbst unheimlich gut getan, mich aufgebaut und mein Selbstbewusstsein gestärkt. Genau das kann auch dir passieren, wenn du dich wagst, Dinge auszuprobieren. Und hab keine Angst, dass du es vielleicht nicht hinbekommst. Du bist ja dazu da, es zu lernen. Und als erstes machst du es nur für dich selbst. Wenn dein Buch nicht erfolgreich wird – na und? Wie viele Leute können schon von sich sagen, ein Buch geschrieben zu haben? Der Weg ist das Ziel. Egal welches Ergebnis du damit erreichst, du kannst stolz auf dich sein, dass du dich gewagt hast, den Weg zu beschreiten.

Aber das gilt nicht nur für solch große Träume.

Wenn du Beispielsweise Angst vor der Dunkelheit hast, geh in ein Zimmer, in dem du dich besonders wohlfühlst. Dann mach einfach nur für ein paar Sekunden das Licht aus und versuche es für einen Moment auszuhalten. Du kannst dabei ganz nah an dem Schalter stehen bleiben. Und beim nächsten Mal versuchst du es noch ein paar Sekunden länger. Oder du setzt dich für einen Moment etwas weiter vom Schalter weg.

Was ich sagen will: um unser Selbstbewusstsein zu verstärken ist es wichtig, immer auch ein wenig über sich selbst hinaus zu wachsen. Das kann bei Themen wie Angst vor der Dunkelheit, Höhenangst oder ähnlichem sein. Aber es kann genauso Dinge betreffen wie das Unwohlsein, wenn man jemand Fremdes nach dem Weg fragen muss.

Versuche deine Grenzen immer mal wieder auch ein bisschen zu überschreiten. Du wirst sehen, wie gut es dir tun wird. Zudem hat es den netten Nebeneffekt, dass dir die Dinge immer leichter fallen werden.

Es geht nicht darum, direkt eine Nacht im dunklen Wald zu verbringen. Die kleinen Schritte können dir schon viel bringen und stärken dabei auch noch dein Selbstbewusstsein.

Und während du so deine Grenze überschreitest, verändert sie sich fortlaufend. Was früher hinter der Grenze lang, liegt dann plötzlich innerhalb deiner Komfortzone. So erlangst du immer mehr Selbstbewusstsein, Handlungsspielraum und damit auch mehr Freiheit. Du wirst merken, zu was du alles in der Lage bist und was du leisten kannst. Und das wiederum wird dein Selbstbewusstsein stärken. Und jeden Schritt, den du geschafft hast, kannst du wieder in dein „Erfolgs- und Erinnerungs-Glas“ werfen und deine Erfolge zelebrieren.

Quelle: Schriftart und Hintergrund Canva.com/ Text: healthyfeelings.de

Übung 10: Übe dich darin “nein” zu sagen

Als erstes musst du schon mal gar nichts. Ich weiß um die Schwierigkeit, wenn man ein sehr hilfsbereiter Mensch ist und andere Menschen dazu neigen, das für sich zu nutzen. Früher fiel es mir sehr schwer, dann nein zu sagen. Ich habe das aber immer mehr üben können, auch nein zu sagen. So kann es hilfreich sein, sich Bedenkzeit zu erbitten. Das kannst du auch gut erreichen, in dem du zum Beispiel sagst, dafür müsstest du erstmal in deinen Kalender Zuhause schauen, weil du noch nicht weißt, ob du dann kannst. Oder du sagst einfach, du wirst dich dazu nochmal zurückmelden.

Hör auf, dich zu rechtfertigen:

Versuch dabei nicht in die Falle zu tappen, dich zu rechtfertigen. Das brauchst du nicht. Du bist niemandem außer dir selbst Rechenschaft schuldig. Wenn du sagst, du kannst da leider nicht, dann ist das so. Du musst es nicht erklären. Du kannst es natürlich erklären, wenn dir das wichtig ist oder wenn du weißt, dass die Person einfach freundlich, interessiert und wohlwollend ist. Aber entscheidend ist: du musst es nicht.

In der erbetenen Bedenkzeit kannst du dann in Ruhe für dich evaluieren, ob du die nötige Zeit und Kraft hast, um besagter Person zu helfen, dich mit ihr zu treffen oder ähnliches. Und wenn nicht, reicht eine kurze Rückmeldung, dass es dir leider nicht möglich ist, hier zu helfen.

Versuche dich auch hier möglichst nicht zu sehr zu rechtfertigen. Eine kurze Erklärung reicht. Denn sonst läufst du Gefahr, dich in ein Gespräch verstricken zu lassen, bei dem das Gegenüber eventuell versuchen wird, dich wieder umzustimmen. Trittst du hingegen jedoch klar und bestimmt auf, erzielt das meist seine Wirkung.

Ich weiß, das wird dich erstmal Überwindung kosten, hier stark zu bleiben. Aber du wirst sehen, es wird sich lohnen, wenn du für dich selbst einstehst. Du gewinnst mehr Zeit und Kontrolle über dich und dein Leben und stärkst damit auch unweigerlich dein Selbstbewusstsein.

Trau dich 🙂

Quelle: Schriftart und Hintergrund Canva.com/ Text: healthyfeelings.de

Übung 11: Singe und Tanze

Ich weiß, es mag komisch klingen, aber wenn du dich gerade besonders down oder wertlos fühlst, dreh deine Lieblingsmusik ganz laut auf. Singe laut mit und tanze als gäbe es kein morgen. Das kann deine Laune und dein Selbstbewusstsein für den Moment immens steigern, da beim Tanzen Glücksgefühle ausgeschüttet werden. So fühlst du dich hinterher nicht mehr klein und wertlos, sondern stark und wertvoll.

Übung 12: Have-Done-Liste

Kennst du das Gefühl, wenn du den Tag mit einer Endlos-To-Do-Liste beginnst, dich den ganzen Tag abrackerst und dann am Ende des Tages das Gefühl hast, kaum etwas geschafft zu haben? Vielleicht fühlst du dich dann so, als würdest du nichts hinbekommen und machst dich in Gedanken nieder?

Wenn es dir auch oft so geht, empfehle ich dir statt einer To-Do-Liste eine Have-Done-Liste zu erstellen.

To-Do-Listen erzeugen oft einen großen Stress bei uns, weil sie uns einen riesigen Berg an Aufgaben vor Augen halten. Wenn wir diese also nicht erfüllen können, fühlen wir uns manchmal unfähig und wertlos, weil wir nicht auf dem Schirm haben, was wir eigentlich den ganzen Tag alles gemacht haben.

Have-Done-Liste bedeutet nichts anderes, als dass du dir nicht aufschreibst, was du noch zu tun hast, sondern am Ende des Tages aufschreibst, was du alles erledigt und geschafft hast. So reflektierst du deinen Tag und hast vor Augen, was schon erledigt wurde. Du spürst regelrecht, was du für eine Arbeit geleistet hast. Und das wiederum stärkt dein Selbstbewusstsein.

(Wenn du To-Do-Listen schreibst um ja nichts zu vergessen, könntest du dir vielleicht eine Allgemeine- Aufgaben-Liste erstellen, anstelle einer To-Do-Liste für jeden Tag, die dich dann von vorne rein unter Stress setzt.)

Übung 13: Das richtige Umfeld ist entscheidend

Um dich gut und selbstbewusst zu fühlen ist es auch wichtig, wie dein Umfeld aussieht. Umgibst du dich mit Menschen, die dir gut tun? Wirst du unterstützt und geliebt? Wird dir Mut zugesprochen, wenn dich einmal der Mut verlässt? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Du hast die richtigen Menschen um dich.

Wenn du das verneinst, hast du vielleicht Menschen um dich, die dich ständig kritisieren und herablassend behandeln. Menschen, die versuchen dich herunter zu ziehen und die voller negativer Energie stecken. Hier kann ich dir nur raten, deine Kontakte zu überdenken, zu reduzieren oder vielleicht ganz einzustellen.

Für ein gesundes Selbstbewusstsein ist es von Bedeutung, dass du dich mit Menschen umgibst, die dich stärken und dir gut tun.

Übung 14: Selbstfürsorge ist wichtig

Betreibe Selbstfürsorge, um dir selbst gut zu tun. Für dein Selbstbewusstsein ist es entscheidend, wie du für dich sorgst. Das bedeutet, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.

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Das beinhaltet deine eigenen Grenzen zu respektieren und auch anderen gegenüber zu benennen. Es bedeutet aber ebenfalls, dir selbst Gutes zu tun. Zeit für dich selbst bedeutet immer auch eine Investition in dich selbst. Wenn du dir selbst Gutes tust kannst du auftanken und dein Leben energiegeladener und aktiver bestreiten. Also nimm dir Zeit für die Dinge die dir gut tun. Damit meine ich Entspannung (Hobbys ausüben, Freunde treffen usw.), aber auch genügend Schlaf, Bewegung, bereichernde Erlebnisse und Erfahrungen etc.

Es bedeutet aber auch, deine Gefühle zu fühlen und nicht zu verdrängen und dir selbst Trost zu spenden, wenn es andere vielleicht grade nicht tun.

Sei so gut du es kannst nett zu dir selbst. Am Ende bist du die Person, die immer bleibt! Du bist einzigartig und wertvoll!

Zusammenfassung:

Hier nochmal kurz zusammen gefasst, was du tun kannst, um dein Selbstbewusstsein zu stärken

*Schreibe dir deine Stärken auf

*Frage andere, was sie an dir schätzen

*Notiere dir deine Erfolge/was du schon alles geschafft hast

*Erinnere dich jeden Tag daran, dass du gut bist wie du bist

*Sorge dafür, dass du dich mit dir selbst wohl fühlst

*Führe ein Erinnerung- und Erfolgsglas und sei stolz auf dich selbst

*Erfolgsperlen können dir verdeutlichen, was du bereits geschafft hast

*Deine Körperhaltung und deine Stimme können dein Selbstbewusstsein beeinflussen

*Verlasse deine Komfortzone und trau dich Dinge anzugehen

*Übe dich darin nein zu sagen

*Singe und Tanze als gäbe es kein morgen

*Führe eine Have-Done-Liste anstatt einer To-Do-Liste

*Das richtige Umfeld ist entscheidend

*Selbstfürsorge ist ein wichtiges Zeichen von Selbstliebe

Hast du die Übungen mal ausprobiert? Was hat es mit dir gemacht? Wie ist es dir damit ergangen?

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